Navigation:
- Aktuelles / Startseite
- About - Was ist der Road-Blog?
- Schreibt uns - Wir kommen!
- Sponsoren - Support weltweit
- Unsere Blogroll
- Creative Commons
- Impressum
Zuallererst einmal vielen Dank an alle Teilnehmer unseres kleinen CTI11-Gewinnspiels. Aus einer spontanen Idee in der Honda Hospitality in Imola geboren, hat es etwas gedauert, bis der der gute @broaaaa die Filme fertig geschnitten hatte. Die Filme sind, meiner Meinung nach, wirklich großartig geworden. Sie sind unter anderem auf unserer Facebook-Seite zu finden.
Natürlich darf an dieser Stelle auch der Dank an die Spender der Preise nicht vergessen werden, Honda Deutschland, dem Superbike Team und selbstverständlich Johnathan Rea.
Solange haben die signierten Preise hier in meiner kleinen Wohnung in der Provinz brav auf die Gewinner gewartet und mehr als nur einmal habe ich mich geärgert, dass ich wirklich alle Preise verlose und nicht einfach einen selbst behalte. Aber gesagt ist gesagt und wieder holen ist gestohlen. Als kleinen Trostpreis konnte ich dafür die Blaue Hummel durch die Gegend fahren.
Jetzt reicht es mit der Vorrede hier sind die Gewinner:
1. Preis ein von Johnny Rea signiertes T-Shirt und einen signierten VIP-Pass geht an:
Hendrik F aus Wettenberg
2. Preis, ein von J. R. signiertes Team T-Shirt geht an:
Claudia H. aus Weimar
3. Preis, ein signierter VIP-Pass geht an:Tobias T. aus Dissen
Und es gab tatsächlich ein paar Wahnsinnige, die einen von mir getragenen Socken haben wollen, also mache ich auch:
Johannes S. aus Berngau - Tyrolsberg
glücklich.
Die Preise sind mit der Post verschickt. Ich würde mich freuen, wenn Ihr in den Kommentaren schreibt, wenn sie angekommen sind.
Ich gratuliere allen Gewinnern auch im Namen aller anderen Fahrer des Countdown to Imola.
Griesgram999
P.S.
Wie versprochen, sind die Adressen aller Teilnehmer nicht weitergegeben worden und wurden gelöscht.
Schaut Ihr die Filme zum Countdown to Imola? Ich auch. Ich durfte sogar mitfahren und Johnny Rea treffen. Ja ich weiß, schön für mich. Aber auch für Euch, denn der zukünftige Superbike Weltmeister (später könnt Ihr Eurer Enkelgeneration erzählen, dass ich es schon vorher gewusst habe) hat für den Road-Blog, und damit für Euch, zwei T-Shirts und zwei VIP-Pässe signiert, die wir jetzt hier verlosen.
Anfangs dachte ich ja, ich mache die Verlosung unter notarieller Aufsicht, aber nachdem jeder Notar den ich gefragt habe zwar kein Geld, aber ein signiertes T-Shirt wollte, verzichte ich halt auf die Aufsicht und mach‘ es selbst.
Die Preise:
1. Preis: Ein T-Shirt in Größe M (die Größe sieht an der Wand am besten aus. Ihr wollt das heilige Teil doch wohl nicht anziehen!) und ein VIP-Pass für die Honda Hospitality, beiden von Herrn Rea signiert.
2. Preis: Ein signiertes T-Shirt in Größe M (natürlich sind die T-Shirt nicht getragen. Promi-Schweiß-Fetischisten können zusätzlich an der Sonderverlosung teilnehmen).
3. Preis ein signierter VIP-Pass.
Auf den Bildern oben seht Ihr die unsignierten T-Shirts.Ich danke den Models @schrm und @pistonpin die für Ihren Auftritt mit je einem Pokal belohnt wurden.
Sonderverlosung für Promi-Schweiß-Fetischisten:
Eine original Griesgram999-Socke in ungewaschen und getragen. Um an der Sonderverlosung teilzunehmen, müsst ihr „Socke“ in den Betreff schreiben. Wer keine „Socke“ im Betreff hat, kann die von Jonathan Rea signierten Preise gewinnen, bleibt jedoch von der Socke verschont.
Was müsst Ihr überhaupt tun um zu gewinnen? Nichts wildes, einfach nur eine E-Mail an gewinnspiel@road-blog.de schreiben, in der Eure Adresse steht, damit ich die Preise verschicken kann. E-Mails ohne Adresse können nicht gewinnen. Nach dem Gewinnspiel werden Eure Mails gelöscht und die Adressen auch. Versprochen.
Einsendeschluss ist der 20. Januar, dann kann ich Euren Gewinn am 21. in die Post stecken und Ihr habt mit Glück was cooles zu Weihnachten. Die Gewinner werden natürlich hier auf der Webseite, auf Twitter und auf unserer Facebookseite veröffentlicht.
Beitrag vom Alten Griesgram
Nach dem grossen Erfolg des ersten Teils von "Countdown Imola" kommt heute nun der zweite Teil. Diesmal geht es ueber diverse Alpenpaesse der Schweiz und Italien, und ihr nehmt teil am Werksbesuch bei Nolan in Bergamo. Wir wuenschen euch viel Spass mit der aktuellen Folge von "Countdown Imola"!
Unsere Tour liegt nun doch schon ein viertel Jahr zurück. Aus den angenehmen 30 Grad und Sonnenschein wurden Temperaturen um den Gefrierpunkt und nasskaltes Wetter. Der perfekte Zeitpunkt, euch ein kleines bisschen "Countdown Imola" ins Wohnzimmer zu bringen. Viel Spass mit dem ersten Teil unserer fünfteiligen Serie, die ab dem 20. Dezember wöchentlich jeden Dienstag erscheint!
Als wäre die Tour in die Honda-Hospitality in Imola (genannt #cti11) noch nicht genug gewesen oder eine Einladung zu Nolan nach Bergamo, es kam noch besser. Die Helmausrüster des Superbike Weltmeisters Carlos Checa setzte noch einen drauf. Einen Helm. Nicht irgendeinen Helm sondern einen in mehrfacher Hinsicht ganz besonderen Helm. Wir Road-Blogger wurden erwählt, den nagelneuen X-lite X702 noch vor dem Marktstart zu testen. Deshalb wurden flugs ein paar harte Hüte aus der Vorproduktion geschmuggelt und im eigens für uns entworfenen Road-Blog-Design dekoriert.
Am (was wir zu diesem Zeitpunkt noch dachten) letzten Tag ging es fuer einen Teil der Truppe bereits fruehmorgens aus den Federn. Ein Teil der Truppe machte sich bei Sonnenaufgang bereits auf den Weg, den einen oder anderen Pass zu ueberqueren, bevor wir alle den Rueckweg nach Deutschland antraten. Der andere Teil der Truppe dagegen war faul und hat sich fuer das Ausschlafen entschieden. Als Moritz, Oliver, Alexander und ich um 8.30 Uhr morgens das Fruehstuecksbuffet erobert haben, kamen die anderen Jungs gerade mit einem breiten Grinsen im Gesicht von der Ausfahrt zurueck.
Nach einem leckeren Fruehstueck und einer herzlichen Verabschiedung der Hotelbesitzer, machten wir uns schweren Herzens auf den Weg in Richtung Deutschland. Die Ueberquerung des Kuehtaipass war grossartig und die Alpen ueberaus faszinierend! Mein persoenliches Highlight war, als ein paar Kuehe vor uns seelenruhig die Strasse ueberquert haben und sich von uns Motorradfahrern ueberhaupt nicht haben stoeren lassen. Einer der Tiefpunkte war dagegen der unfreundliche Cafebesitzer am Brenner, der uns erstmal angepflaumt hat, warum wir zum einen nur Kaffee bestellen und zum anderen die Unverschaemtheit besitzen, alle mit 10 und 20 Euro Scheinen bezahlen zu wollen. Gut, naechstes mal gehen wir woandershin. Kurz vor der Grenze zu Deutschland waren wir dabei, das Hahntennjoch zu ueberqueren, als ich einige Meter vor mir einen Mitfahrer wild stuerzen sehe. Ich halte erschrocken an, fluche ein wenig und stelle das Motorrad auf den Seitenstaender - nicht ohne dabei festzustellen, dass es hier arschglatt ist. Ich muss aufpassen, um nicht nach dem Absteigen zu Fuss auszurutschen. Den Grund sehen wir kurz danach: Ueber die komplette Fahrbahnbreite geht eine Oelspur, die genau in der Kurve beginnt und bis ca 40 Meter nach der Kurve reicht. Hier hatte unser Fahrer keinerlei Chance, hier war die Fahrt zu ende. (Photo by http://www.facebook.com/areyoureadyforhonda )Nachdem vorbeikommende Passanten fuer uns die Polizei gerufen hatten, haben @epic_fnord und ich erstmal unsere Sanitaeterskillz ausgepackt und den Kollegen abgetastet und geprueft, ob er noch funktioniert oder ob er aerztlicher Behandlung bedarf. Nachdem wir (und er), abgesehen von seiner Schulter, erst davon ausgingen dass er relativ unverletzt aus dem Unfall kam, hat die spaeter entdeckte Platzwunde und die laedierte Schulter dann doch noch fuer einen stationaeren Krankenhausaufenthalt gesorgt. Klingt allerdings wilder als es ist: Ein gebrochenes Schluesselbein, das operativer Korrektur bedurfte, sowie ein bisschen allgemeines wieder aufpolieren, haben ihn mehr oder weniger wieder hergerichtet. An dieser Stelle nochmal gute Besserung und Genesung! Komm bald wieder aufs Mopped!Das verunfallte Motorrad wurde von uns vor Ort inspiziert und von den fachkundigen Kollegen mit dem Kommentar "Das is ne Honda, die richten wir wieder ein bissl her und dann faehrt die wieder!" unter Einsatz von Unmengen Duct-Tape, Werkzeugteilen (nicht zum Fixen, sondern als Kupplungshebel- oder Fussrastenersatz) und purer Muskelkraft (um die verbogenen Teile wie den Lenker wieder halbwegs hinzubekommen) wieder zusammen-McGyvert. (Photo by @epic_fnord - http://yfrog.com/nxy4usj )Trotz allem war der Tag inzwischen schon mehr oder weniger gelaufen, denn inzwischen war der spaete Nachmittag angebrochen. Die Frage war, wie wir nun weiter vorgehen sollten. Immerhin hatten wir noch die Leihmaschine vom Freitag dabei, die diese Nacht noch zurueckgegeben werden musste, ausserdem war der grossteil der Mitfahrer davon ausgegangen, noch am Abend wieder daheim zu sein und am naechsten Tag wieder ihrem Job nachgehen zu koennen. Nach einer laengeren Ueberlegung, wer heim fahren koennte, wer die Leihmaschine zurueckbringt und wer sich um das Gepaeck kuemmert, hat die Truppe sich in drei Teile aufgeteilt: Der Griesgram hat den Krankentransport uebernommen und unseren verunfallten Roadblogger schonmal heimwaerts nach Hanau geleitet. Die Foristen haben ebenfalls den Heimweg angetreten, da sie es ja eh nicht mehr weit hatten. Die verbleibenden vier Fahrer - @epic_fnord, @pistonpin, @olifra73 und meine Wenigkeit, @broaaaa - haben das verbleibende Gepaeck umgepackt, die Leihmaschine gesattelt, die verbleibenden VFRs und die Crossrunner genommen und Kurs auf Singen genommen, wo wir die Leih-Fireblade dem freundlichen Haendler - der Motorradwelt Singen - zurueckgebracht haben.
Da es inzwischen, durch all die vorherigen Verzoegerungen, spaet in der Nacht war, haben wir uns entschlossen, doch noch ein Hotel zu nehmen und die Heimfahrt erst am naechsten Tag fortzusetzen. Der Jaegerhof in Singen hat sich als ganz angenehmes Hotel, gefuehrt von sehr freundlichen und hilfsbereiten Besitzern, herausgestellt. Auch an dieser Stelle nochmal ein freundliches Dankeschoen! Die Heimfahrt nach Offenbach ueber die Autobahn, war dann wieder erwartet unaufregend. In Offenbach angekommen, haben wir Ralf noch einen Krankenbesuch abgestattet, uns von seiner Frau mit Kaffee und Kuchen fuettern lassen (auch dafuer nochmal danke! :)) und haben anschliessend die Moppeds auf den Hof der Honda-Zentrale in Offenbach gestellt. (Photo by @pistonpin - http://lockerz.com/s/142458230 )Beim umpacken unseres Gepaecks vom Honda-Fuhrpark auf unsere eigenen Motorraeder, haben wir alle noch ein bisschen ueber die Tour, Motorraeder und Benzin im allgemeinen gesprochen, bis dann doch die Zeit gekommen war, unseren entgueltigen Heimweg anzutreten. Wenn man so viele Tage in einer lustigen Gruppe, die sich gut versteht, miteinander verbringt, dann ist es immer schade, wenn diese Zeit vorueber geht. So hab ich mich von den Jungs mit einem lachenden Auge und der Vorfreude aufs naechste mal - aber auch mit einem weinenden Auge, mit dem Wissen dass die Tour jetzt definitiv vorbei ist und sich unsere Wege trennen, verabschiedet. Und lese ich die Tweets der anderen, denke ich dass es nicht nur mir so ging.Am Sonntag stand als erstes der Besuch des Superbike WM-Laufes auf dem Programm. Abfahrt war wieder für eine Uhrzeit angesetzt, die wir auch diesmal gnadenlos überzogen haben. Gut, wir hatten alles aus unseren Zimmern geräumt gehabt, haben dann aber erst mal das inzwischen wieder vorhandene und sogar funktionierende Internet genutzt und an der Hotelbar unseren Cappuccino mit IP-Paketen genossen.
(Photo by Oliver Franz - http://www.facebook.com/areyoureadyforhonda )
Am Autodromo Enzo e Dino Ferrari angekommen, haben wir erst mal die Blaue Hummel vor das Honda Hospitality-Zelt geschoben, wo sie den Tag über neben der neuen 2012er Fireblade ausgestellt wurde. Von einem fleißigen Honda-Menschen frisch geputzt und von extrem hoch gewachsenen Gridgirl flankiert, war sie den ganzen Tag über Anschauungsobjekt für viele interessierte Besucher. Apropos hochgewachsene Gridgirls: Was dort das gesamte Wochenende über herumgerannt ist, war schon beeindruckend! Ich glaube, da war keine einzige unter 1.80 Metern dabei. Plus Highheels. Was, mit den typischerweise eher klein gewachsenen Italienern, die sich mit den Mädels haben fotografieren lassen, unglaublich lustig aussah :). Manche von denen waren auch ganz nett anzuschauen. Die übrigen waren auch ganz ok, wären aber jetzt nicht so unbedingt mein Fall - und manche sahen einfach nur aus, als wär vor deren Gesicht ein Schminkkoffer explodiert. Bevor falsche Gerüchte aufkommen: Die Hondamaedels waren schnuckelig! :)
Im Laufe des Vormittages kam der Honda-Fahrer Jonathan Rea vorbei für ein kleines Interview, das er spektakulär vor einer großen Traube von Zuschauern, mit einer Unterschrift auf unserer Fireblade abgeschlossen hat. Die Zeit bis zum Start des Rennens haben wir uns mit einem kleinen Spaziergang durch den Paddock-Bereich vertrieben, wo wir uns über den Racingtruck eines russischen Rennteams amüsiert hatten, der stolz mit den größten Erfolgen des Teams lackiert war: "Best Results in 2011: -"!
(Photo by @epic_fnord: http://yfrog.com/nzk83vj )
Das Rennen selbst haben ein Teil der Fahrer live in der Box verfolgt, ein anderer Teil des Teams hat sich lieber dem Luxus des Honda VIP-Zeltes hingegeben! Es war super spannend und am Ende stand "unser" Fahrer Jonathan Rea mit seiner Honda auf dem Siegertreppchen. Den Pokal, die Champagnerflasche und den Helm von Jonathan durfte ich anschließend höchstpersönlich befingern und auch die übrigen Roadblogger haben den Erfolg dieses Rennwochenendes, und natürlich auch den Pokal, ein bisschen als "ihren" Erfolg angesehen. Irgendwie ist das schon eine ganz besondere Atmosphäre!
(Photo by @schrm - http://yfrog.com/nwe8fmj )Im Anschluss durften wir noch einige Interviews geben, und ich durfte unter anderem einen englischen TV-Team ein wenig über die blaue Hummel erzählen und dabei noch Werbung für den Road-Blog machen. Yes! Ich sage euch, falls ihr noch nie vor ner Kamera standet: das ist in der Tat ein saubloedes Gefühl, wenn man's nicht gewöhnt ist. Immerhin habe ich es geschafft, den Jungs den Klischee"deutschen" vorzumachen und habe ihnen etwas von der Fireblade und schnellen deutschen Autobahnen erzählt, was sie auch sehr amüsiert hat.
Nun war es aber höchste Zeit, unsere Sachen zu packen und loszureiten. Immerhin wollten wir es bis zum Abend noch nach Südtirol schaffen, was schon noch ein ganzes Stück Strecke war. Die Fahrt dahin war dann aber, abgesehen von einer verlorenen Mautkarte und einem infolgedessen heftig mit der Mautlady flirtendem CBR-Fahrer, relativ ereignislos. Wenn man von dem letzten Pass vorm Hotel absieht, der mit drei Metern Fahrbahnbreite, Schotter auf der Strecke, ganz schön tiefen Abgründen ohne Leitplanke und ohne Tageslicht auf einer 173 PS starken VFR ganz schön respekteinflößend ist. Ich bin dann auch ganz langsam gefahren und doch noch heil angekommen. Hab auch extra ein paar Blümchen für die schnelleren Jungs gepflückt, die bereits im Hotel auf uns gewartet haben.
Den Abend haben wir im Hotel Fontanella, bei einem fabelhaften Abendessen ausklingen lassen. Welten Unterschied zur Enttäuschung im Restaurant am vorherigen Abend! Gut gesättigt sind wir anschließend in unsere Betten gerollt, damit wir fit sind für den (wie wir dachten) letzten Tag unserer Tour.
Wie es weitergeht, erfahrt ihr morgen im Teil 5...
Der Plan fuer den dritten Tag, war folgender: Um 8 Uhr losfahren, nach Imola zum Autodromo Enzo & Dino Ferrari fahren und im Honda Pressezelt erstmal gemuetlich fruehstuecken. Hat leider nicht geklappt. Also das hinfahren schon, das mit dem Fruehstueck war aber leider nicht so einfach. Aber der Reihe nach: Auf dem Weg zur Rennstrecke haben wir erstmal den typisch italienischen Verkehr kennengelernt - jeder faehrt ueberall und ab und zu wird gehupt. Ein bisschen ueberrascht war ich dann doch, als wir versucht haben, uns mit unseren 100+ PS Maschinen nen Weg durch den Verkehr zu bahnen, und ploetzlich irgendein Italiener mit kurzen Hosen und Hemd auf seiner Vespa an uns vorbeizischt und uns zeigt, wie man das macht. An der Rennstrecke angekommen, sehen wir Ordner vor den Eingaengen zu den Tribuenen, die darauf achten dass ja niemand ohne Ticket reinkommt - denen aber gleichzeitig die 20 Meter weiter auf Muelltonnen und Bushaltestellen stehenden Italiener, die so kostenlos ueber die Mauer gucken, voellig egal sind. Gut, ist halt Italien, die machen sich wegen sowas keinen Stress und leben deshalb auch laenger. Sollten wir uns mal ein Beispiel dran nehmen.
(Photo by @kraftrad: http://twitter.com/#!/Kraftrad )Nachdem wir uns im Accreditation Center unsere Paesse geholt haben, gings dann auch in den Paddock Bereich. Niedlich fand ich im Superbike Village den Dude, der die dort ausgestellten Honda-Motorraeder betreut hat. Der kam naemlich gleich zu uns gerannt und meinte, ob wir nicht Lust haetten, ein paar Honda Motorraeder Probezufahren. Dass wir genau das gerade tun, war ihm entgangen :). Nachdem wir uns anschliessend unseren Weg in die Honda Pressebox gebahnt hatten, mussten wir zuerstmal feststellen, dass sich das mit dem Essen bis Mittags verschiebt. Nunja, auch gut. Wir haben dann stattdessen ein bisschen die Trainingssessions verfolgt und uns ist aufgefallen, dass die Superbikes im Fernsehen deutlich langsamer ausschauen als in echt. Das war mir ja eigentlich schon vorher klar, doch wieviel schneller die Dinger in echt wirken, ist unbeschreibtlich. Nachdem wir den Paddock-Bereich durchspaziert sind und schlussendlich unser Essen bekamen, haben wir uns an Teil 2 unserer Tagesplanung gemacht: Wir sind ans Meer gefahren. War ja gerade mal 50km oder so von der Rennstrecke entfernt, da kann man sowas schonmal tun. Oliver und Murat mussten sich in einem Touristenoertchen erstmal Badehosen kaufen, ich hatte meine schon von zuhause mitgenommen \o/. (Photo by @epic_fnord: http://yfrog.com/j2yimgj )Nachdem wir uns im kuehlen Nass haben treiben lassen und uns wie die kleinen Maedchen ne Wasserschlacht gegeben haben, sind wir noch ein bisschen am Strand herumgelegen. Fuer mich war das eines der Highlights der ganzen Tour: Das war Urlaub komprimiert auf wenige Stunden. Man sollte eh viel oefters ans Meer fahren, finde ich. Zurueck im Hotel, haben Alexander und Rainer festgestellt, dass ihre Zimmer umgezogen wurden. Heisst: Die Hotelangestellten haben ihren Kram ohne zu fragen von einem Zimmer in ein anderes geraeumt, da sie "die Zimmer brauchten". Sehr schoen. Dass die beiden leicht angenervt waren, ist dann auch verstaendlich. Aber das hat sich dann auch schnell wieder gegeben :).Abends haben wir dann noch ein Geldwaescherestaurant auffliegen lassen. Zumindest war das unsere Vermutung. Denn obwohl es aussah wie ein Luxusrestaurant und die Preise auch dementsprechend waren, konnten die eines nicht: Kochen! Unsere Steaks, die wir bestellt hatten, waren so unglaublich versalzen, dass wir die nicht essen konnten. Die stattdessen als Ersatz bestellten Tagliatelle in Irgendwas, waren auch salzig und vor allem noch halb roh. Ja, ich weiss, dass Nudeln in Italien "al dente" sein muessen, aber das war schon zu viel. Der Kellner war dann auch heillos ueberfordert mit uns, aber immerhin hat er sich bemueht.(Photo by @kraftrad: http://twitter.com/#!/Kraftrad )
Nachdem wir die Nacht noch mit einem Absacker abschliessen lassen wollten, sind wir eine knappe Stunde durch den Ort geheizt, auf der Suche nach einer Bar. Nachteil eines Touristenstaedtchens ausserhalb der Saison: Alles ist geschlossen. Also ging es dann doch zurueck ins Hotel auf einen Grappa und viel Blogpostarbeit.
Teil 4 folgt morgen...Der zweite Tag startete dann etwas entspannter: Um 8 Uhr frueh bei Temperaturen um den Gefrierpunkt erstmal 2 Paesse erobern macht zwar Spass, ist aber doch ganz schoen frisch. Amuesierende Highlights: Als wir auf dem ersten Pass stehen und fuer Fotos posieren, haelt neben uns ein Opel, die Tuer fliegt auf und ein Trachten tragender Italiener mit Gewehr stuermt aus dem Auto, schultert die Knarre und verschwindet so schnell wie er gekommen war, per Pedes hinter dem naechsten Huegel. Der zweite Pass war fuer mich insofern interessant, da ich bislang immer nur groessere Paesse gefahren bin, dies aber mein erster Pass ins geroelligen Gebirge war und mich die schmalen Strassen mit relativ senkrechten Abgruenden neben den Kehren doch sehr beeindruckt haben. Gut, da hat es so was aehnliches wie Leitplanken, aber die helfen mir auch net viel, wenn ich mich da langlege. Gibts eigentlich Kombis mit integriertem Fallschirm? Ansonsten, was soll ich zu Passstrassen gross schreiben? Ihr seht es ja dann spaeter im Video.
Nachdem wir bereits mit einstuendiger Verspaetung (was sonst) bei Nolan in Bergamo eingelaufen sind, gab es erstmal lecker Mittagessen, dass die Jungs fuer uns vorbereitet haben. Auf die Werksbesichtigung mussten wir wegen dem Zeitdruck leider verzichten (denn wir mussten bis 17.30 Uhr in Imola sein, laut Plan), aber fuer eine kleine Besichtigung der aktuellen Helmpalette im Nolan Showroom musste einfach Zeit sein. Dort hat uns dann auch eine grossartige Ueberraschung erwartet: Nolan hat fuer uns ein paar der ersten Serienmodelle des neuen X-lite 702 bereitgestellt. Hierbei handelt es sich um den Nachfolger unserer "alten" Road-Blog.de-Helme, der 701 Serie. Offiziell sind die Helme voraussichtlich ab November im Handel erhaeltlich, wir duerfen also mit die ersten sein, die diesen Helm ausserhalb Nolans ueberhaupt tragen. Und nicht nur das: Die Jungs haben sich echt die Muehe gemacht, fuer uns 6 Helme extra im Road-Blog.de-Design anzufertigen!!1! Ich meine, wie geil ist das denn? Nen Helm selbst lackieren oder bekleben, kann ja jeder: Aber einen personalisierten Helm, der vom Hersteller direkt designt und hergestellt wurde, das hat nicht jeder! Ha! An dieser Stelle nochmal ein echtes, riesengrosses Dankeschoen von meiner Seite! Ich habe mich riesig gefreut (und tue das immer noch), und auch wenn die Leuts wohl zuerst dachten dass ich mich darueber nicht freue: Doch, ehrlich! Das war eines der coolsten Dinge, die ich seit langem bekommen habe! :)
Wo war ich? Achja, Imola! Nachdem wir einen sportlichen Run nach Imola hingelegt haben, haetten wir es auch fast noch puenktlich geschafft - haetten wir nicht a) 20km vor dem Ziel tanken muessen, b) durch einen massiven Navigationsverplaner die Ausfahrt verpasst (kurz vor der Ausfahrt noch schnell nen LKW ueberholen und dann abfahren, kann hinterherfahrende Moppedfahrer stark verwirren und dafuer sorgen, dass ein Teil der Gruppe die Ausfahrt verpasst) und c) die Bekanntschaft eines sehr Sturkoepfigen Mautwaechter gemacht, der darauf bestanden hat, dass wir fuer 10 Motorraeder die Maut nicht mit einer Kreditkarte, sondern mit 10 verschiedenen Kreditkarten zahlen muessen. Langer Rede kurzer Sinn: Wir kamen dann doch mit ueber einer Stunde Verspaetung an. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, morgen ist auch noch ein Tag und so haben wir mehr Zeit, gemuetlich unser zweites Hotel zu beziehen und gemuetlich zu abend zu essen. Muss man alles immer positiv sehen!
Tag Drei erzaehle ich euch dann morgen...
Es ist Samstag Abend und die ersten drei Tage der Tour sind bereits vorbei. Hoechte Zeit, das bisher Geschehene zu rekapitulieren. Hier der Bericht des ersten Tages.
Begonnen hat die Tour fuer mich ja quasi bereits am Mittwoch abend - eine Woche vorher sorgfaeltig geplant, was ich alles mitnehmen sollte, aber dann doch erst in der Nacht vor der Tour alles zusammenpacken. Perfekterweise habe ich dann auch gleich meine Kamera vergessen. Die liegt auf meinem Esstisch, direkt neben meinem Reiseadapter, die ich beide extra dorthingelegt habe, damit ich sie nicht vergesse. Hmpf.Donnerstag frueh haben @epic_fnord und ich uns von Karlsruhe auf den Weg Richtung Offenbach gemacht, wo uns der Rest der Truppe bereits erwartet hat. Oliver war auch gleich da - und nachdem die Goodies verteilt und der Fuhrpark gesattelt wurde (ich habe mir wieder die VFR DCT geschnappt), ging es auch schon los ueber die Autobahn in Richtung Stuttgart, wo der letzte Mann der Truppe aufgesammelt wurde. Bis hierhin lief alles ganz stressfrei, allerdings gab es dann geschaetzte 30 Minuten spaeter doch einen kurzen Adrenalinstoss: @pistonpin und ich fuhren auf unseren VFRs parallel die Autobahnausfahrt hinunter, links ab auf die Bundesstrasse, Alexander kurveninnen links neben mir. Alles sehr entspannt und mit voellig normaler Geschwindigkeit, also keinessfalls am heizen. Als ich ploetzlich sehe, wie ihm das Hinterrad wegrutscht, er sich schraeg neben/vor mir quer stellt, ich im selben Moment an ihm vorbeifahre und sehr spontan hoffe, dass er mir nicht ins Mopped rutscht, aber doch noch vorbeikomme, und ich im Rueckspiegel sehe, wie er einen wunderschoenen Highsider hinlegt und ihn die VFR - fuer mein ungeschultes Auge zumindest - sehr violent abwirft. Gluecklicherweise ist ihm nichts passiert, und als ich mein Mopped abgestellt habe und zurueckgerannt bin, stand er bereits wieder neben den Ueberresten der VFR und suchte nach seiner Brille (Ich nenne ihn deswegen momentan Harry Potter. Aber die Story mit der Brille darf er euch gern selbst erzaehlen :)). Der ADAC kam recht fix, hat die Ueberreste abtransportiert und Oliver hat mit Hilfe eines oertlichen Honda-Haendlers innerhalb einer Stunde eine Leihmaschine organisiert bekommen. So muss das sein! Hat zwar trotzdem fuer knapp 3 Stunden verzoegerung gesorgt, aber Hauptsache es ist nix passiert.Die weitere Fahrt war, abgesehen von der dreistuendigen Verspaetung und dem verzweifelten Versuch, diese wieder aufzuholen, recht ereignislos. Achja, falls jemand dachte, dass die Deutschen fleissig sind in Sachen "Blitzer aufstellen", der darf gerne mal nach Liechtenstein fahren und sich von den dortigen Gepflogenheiten ueberzeugen. Holla die Waldfee, haben die nen Blitzerwald! Da wir aber schneller als der Blitz sind (ha!), haben wir die Liechtensteiner auch bald wieder verlassen und fahren weiter Richtung Livigno, wo wir unser erstes Nachtquartier aufschlagen wollen. Nachdem wir uns noch den Luxus einer naechtlichen Passfahrt durch Eis- und Schneelandschaften bei Eiseskaelte gegoennt haben (weil wir's koennen!), kamen wir gegen 10.30 Uhr im Hotel in Livigno, dem ersten Etappenziel, an.
Bilder des ersten Tages reiche ich noch nach. Bis dahin, muss es ein Video tun. Mehr von der Tour gibts dann morgen!