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And I can't wait to get on the road again
On the road again
On the road again
Goin' places that I've never been
Seein' things that I may never see again,
And I can't wait to get on the road again.
Like a band of gypsies we go down the highway
We're the best of friends
Insisting that the world be turnin' our way
And our way
Is on the road again.
Wer hat das gesungen? Willie Nelson. Wer ihn nicht kennt: Er ist nach der Thermosflasche voll warmem Mett der wohl beste Freund des Fernfahrers, und er hat recht. Ich habe schon so viele Road Trips hinter mir, und nach jedem ist der beherrschende Gedanke: Was fahre ich als nächstes ab? Es war wider Erwarten eine großartige Tour mit tollen Leuten. Ich habe so viele Impressionen mit so vielen verschiedenen Geräten festgehalten (das wichtigste davon das sogenannte "Gehirn"), dass ich gar nicht weiß, was ich damit machen soll. Eines jedoch weiß ich: Meine These, dass der klassische Sporttourer für diese Art Langstreckenfahren das beste Fahrzeug ist, sehe ich bestätigt.
Die VFR punktet mit den klassischen Sporttourer-Tugenden: Sie hat einen nennenswerten Motor. Sie hat ein nennenswertes Fahrwerk. Sie hat einen guten Sitz. Sie hat perfekten Wind-/Wetterschutz. Sie legt auf dieses bewährte Rezept obenauf: ein Koffersystem, das bis Topspeed Autobahn ruhig im Wind liegt und das optionale Doppelkupplungsgetriebe, das man auf Automatik schalten kann. Ich habe über 1500 km keinmal geschaltet, weil wir über 1500 km keine Kurvenstrecken gefahren sind. Und im Spessart dann fand ich mit der Hand einen exakt sauberen Schaltvorgang befehlen tatsächlich besser als ihn selber sauber auszuführen, ich faule Diktatorsau.
Es ist schade, dass sich die VFR nicht unmittelbar erschließt. Als ich sie das erste Mal im MO-Hof sah, wollte ich mich nichtmal draufsetzen, was ich sonst bei jedem neuen Mopped mache. In Erlenbach hat mich nur das Doppelkupplungsgetriebe als technische Errungenschaft interessiert. Die VFR fahren war Pflichtprogramm und auf den fünf Metern hat es auch keinen Spaß gemacht. Es ist eines dieser Motorräder, dessen Tugenden sich erst bei jener Tätigkeit erschließen, die meine persönliche Maßgabe für jedes Motorrad ist, um es kennenzulernen: mindestens 1000 km fahren. Dabei entdeckt man graduell das Potenzial, Anreise, Sozia, Gepäck und Kurvenstrecke unter eine Spaßkappe zu bringen. Sporttourer halt. Wer die Zeit hat: ausprobieren, mindestens 1000 km lang. Das werden wenige tun (wollen), deshalb bleibt die VFR wohl im illustren Kreis der schwer zugänglichen, aber guten Motorräder in bester Gesellschaft bei anderen Perlen wie Aprilia Mana und Moto Guzzi Griso 1200.